Service

Frühkindliche Bildung – was verstehen wir darunter?

Bildung ist das, was zurückbleibt, wenn man das Gelernte wieder vergessen hat.
Hartmut von Hentig

 

anxietymeds24uk.com

best-antibiotics-otc.com

 

Bildung ist Selbst-Bildung

  • Das Kind ist Akteur seiner Entwicklung -> Eigenaktivität
  • lebenslange, selbsttätige Prozesse von Geburt an
  • Tätigkeiten und Handlungen nachahmen, üben und ausführen
  • Die Welt wahrnehmen ->Neugier entwickeln
  • Fragen entwerfen und stellen -> Interesse entwickeln
  • Ordnungen entwerfen und verwerfen -> Orientierung entwickeln
  • Vorstellungen entwickeln -> Denken

Bildung ist Aneignung der Welt

  • Spiel und Spielen
  • Entwicklung der Sinne und der Sensibilität
  • Natur und ihre Phänomene entdecken, erleben und erforschen
  • Umwelt und Umgebung wahrnehmen und gestalten
  • Sich in der Welt bewegen

Bildung braucht verlässliche Beziehungen und Bindungen

  • Soziale und emotionale Erfahrungen
  • Sprache und Kommunikation
  • Dialog und Auseinandersetzung
  • Grenzen und Orientierung
  • Akzeptanz der Verschiedenheit

Bildungsbereiche

  • Sprache und Kommunikation
  • Soziale und emotionale Beziehungen
  • Bewegung
  • Spielen, Gestalten und Experimentieren

Spielen und Spiel

Sieben wesentliche Komponenten des Spiels:

  • Spielfreude
  • Lernen
  • Kreativität
  • Wiederholung und Regeln
  • Wettstreit
  • Autonomie
  • Bewältigung innerer Konflikte

Spielfreude

  • Spielfreude als Lebensatem des Spiels
  • Situative Stimmungen der Mitspieler bestimmen und beeinflussen die Spielfreude
  • Spielfreude entsteht durch Kommunikation der Mitspieler –nicht durch das Spielmaterial

Kinder lernen im Spiel

  • Spielen, Lernen und andere Aktivitäten bilden im Kleinkindalter eine Einheit.
  • Im Vorschulalter unterscheiden Kinder zunehmend zwischen Lernen und Spiel. (z.B. Lernen ist mit Anstrengung verbunden)
  • Im Erwachsenenalter ist Lernen durch Spiel nur noch ein Nebeneffekt.

Spielerisches Lernen

Das Kind lernt im Spiel in allen Lebensbereichen:

  • Körperbeherrschung durch Ballspielen, Balancieren, Seilspringen, Stelzenlaufen etc.
  • Physikalische Grundphänomene beispielsweise im Sandkasten, beim Baden oder Abwaschen
  • Biologische Gesetzmäßigkeiten bei der Gartenarbeit oder beim Umgang mit Tieren
  • Soziales Verhalten im Rollenspiel, bei Kreisspielen

Lernen im Spiel macht Freude

  • Kinder im Kindergartenalter lernen aus eigenem Antrieb, ohne Zwang, ohne Zeitvorgabe und ohne Lehrer.
  • Sie brauchen dazu Freiräume und Anregungen.
  • Jedes Spiel ist zugleich Experiment und mündet in eine Erkenntnis.

Kreativität und Fantasie

  • Aufgaben und Funktionen von Gegenständen binden das Kind noch nicht in seiner Fantasie.
  • Die Kreativität der Kinder im Spiel dient oft dem Lernen.
  • Die kreativen Experimente lösen oft Fragen, die sich nicht in Worten erklären lassen.

Regeln

  • Spielregeln stecken den Rahmen ab, innerhalb dem die Spieler sich auf einander beziehen.
  • Regeln müssen gesetzt, verstanden, umgesetzt und eingehalten werden.
  • Wiederholungen werden zu Regeln, wenn dadurch andere Personen in das Spiel einbezogen werden.
  • Kreativität und Regeln sind Pole, in deren Grenzen sich ein Spiel entfalten kann.

Wettstreit

  • Wettkampf und Gewinnen-Wollen gehören zum kindlichen Spiel.
  • Kinder entwickeln Strategien, um Konkurrenz und Gruppenzugehörigkeit auszugleichen.
  • Verlieren will gelernt sein -> emotionales Lernen

Autonomie

  • Zum Spielen kann keiner gezwungen werden.
  • Große und kleine Menschen sind im Spiel gleichwertige Spielpartner.
  • Kinder sind in der Lange selbst zu wählen, was, mit wem und in welcher Art sie spielen.
  • Selbstbestimmtes Handeln wird gelernt.

Bewältigung innerer Entwicklungen

  • Kinder regulieren im Spiel ihr inneres seelisches Gleichgewicht.
  • Viele Spiele helfen den Kindern, mit Ängsten, Konflikten und innerer Unausgeglichenheit klarzukommen.
  • Durch spielerisches Ausprobieren und Erlernen von Gegenmitteln können Ängste und Konflikte angegangen und bekämpft werden.

Förderliches Verhalten und Unterstützung durch die Eltern

  • Sich-Einlassen auf Spiele und Spielsituationen, zum Mitspieler werden
  • Auf Wahrnehmbares hinweisen, gemeinsam darüber staunen
  • Entdeckungen von den Kindern erklären lassen, nachfragen, gemeinsam Erkenntnisse diskutieren...
  • Fragen hören, ernstnehmen und beantworten und damit Bildungsinteressen der Kinder kennen lernen.
  • Freude an der Bewegung aufnehmen undunterstützen.

Übergang in die Grundschule

  • Schule führt weiter, was an Bildungsarbeit in der Kindertageseinrichtung begonnen wurde.
  • Kooperation sichert Erfahrungsaustausch, Kenntnis der jeweils anderen Arbeitsweise, Beobachtung und Austausch über den Entwicklungsstand der einzuschulenden Kinder.
  • Kooperation hat die Aufgabe, den Übergang zum Gelingen zu bringen.

Schulfähigkeit und Schulreife

  • soziale und emotionale Stabilität
  • Sprach-und Ausdrucksfähigkeit
  • Gesundheit und Körperbewusstsein
  • Eigeninitiative und Interesse
  • Kontaktfähigkeit
  • Lebenspraktische Fähigkeiten

Zurückstellung und vorzeitige Einschulung

Voraussetzung:
Intensive Gespräche zwischen Erzieher/innen, Eltern, Schule über

  • Entwicklungsstand des Kindes
  • Probleme und Fördermöglichkeiten
  • Möglichkeiten zur Stärkung der kindl. Persönlichkeit

Entscheidung liegt bei der Schulleitung

Übergänge in andere Einrichtungen

  • Rechtzeitig Gespräch mit allen an der Erziehung und Bildung Beteiligten suchen.
  • Experten einbeziehen
  • Runde Tische bilden
  • Evtl. aufnehmende Einrichtungen besuchen und sich einen Eindruck verschaffen über Fördermöglichkeiten
  • Wichtig: Einrichtungen können nicht gegen den Willen der Eltern handeln, aber: Einrichtungen müssen zum Wohl des Kindesaktiv werden!!!